Sieg gegen die italienische Bürokratie/Victory against Italian Bureaucracy!

Veröffentlicht auf von André

Deutsch

Vor einiger Zeit hatte ich darüber
geschrieben, wie lange es dauert, in der Uni irgendein Vorhaben zum Abschluss zu bringen. Mittlerweile denke ich schon gar nicht mehr in to-do Listen, die es abzuarbeiten gilt, sondern in der Vollendung bürokratischer Vorgänge. Aber wenigstens habe ich jetzt einen ersten Sieg gegen die italienische Bürokratie errungen. Seit meinem letzten Post bin ich noch einmal bei der Krankenstation des Sportzentrums gewesen und wieder abgelehnt worden, aber diesmal hat es endlich geklappt. Nach eineinhalb Stunden warten habe ich es mit meinem kleinen weißen Untersuchungszettel endlich bis in die Infirmeria geschafft, um dort ca. drei Fragen zu beantworten und ein Stethoskop über mich fahren zu lassen. Geschafft, glücklich konnte ich mit meiner Bestätigung wieder gehen und hatte der italienischen Bürokratie nach vier Wochen endlich einen Sieg abgetrotzt!!

Und was mich besonders stolz macht: Ich habe ihn nicht durch Vordrängeln, Schubsen, Rümpeln und Tricksen gewonnen. Sondern auf die Ur-Deutscheste Art und Weise, die es nur geben kann: Durch beständiges, geduldiges In-der-Schlange-Stehen und Warten. Auch Nordeuropäer können also die Bürokratie bezwingen, ohne südeuropäisches Temperament und Ungeduld aus der Tasche zu kramen.

Jetzt wartet allerdings schon die nächste Etappe, will sagen, der nächste bürokratische Vorgang. Denn mit meinem weißen Medizinabzeichen werde ich morgen ins Sportoffice gehen, um dort meine Sportkarte zu bestellen. Hoffentlich kommen dann nicht noch weitere Hürden auf mich zu.


English

A little while ago I
wrote about the long time necessary to finish administrative procedures in university. By now, I'm not thinking in to-do lists any more, but in the number of Bureaucratic procedures that I started and that I want to see finished. But now I won a first victory against the Bureaucracy. Since my last post, I've been at the nursury station of the sports center once more, and they refused me again. But now, it finally worked. After an hour and a half of waiting with the precious paper slip that they gave me, it was finally my time to go into the Infirmeria, to answer three questions and to have myself examined with a stethoscope. That was it, I was done and could leave the place again with the little confirmation paper that I had gotten from the doctor. After four weeks of administrative endeavors, finally the first victory against the Bureaucracy!!

 

What makes me especially proud is the fact that I managed to do it with the means of a Northern European. No Southern temper, no Italian impatience. Instead, northern European waiting-in-line, patience and perseverence. So it IS possible to win against the Bureaucracy even as a northern European!

 

However, I'm already facing my next Bureaucratic endeavor. Tomorrow, I will carry my little white confirmation paper to the sports office to get enrolled into my Tae Kwon Do course. I really hope that there won't be any backlashes by the Bureaucracy...

Veröffentlicht in Milan

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