First impressions from Milan - a city of fashion and food

Veröffentlicht auf von André

English

A few days into university life in Milan, and it shows that the city in Northern Italy is a good place to do your studies. This is the first time I'm taking the metro to go to university, and it feels like going to work in the Paris days. People reading the newspaper "Metro" in the morning, people walking over red lights, international shops and stores whereever you go, and the beggar-scene is as big in Milan as it was in Paris. Still, I would compare the city more to Brussels than to the capitale de l'amour. Milan is a business-oriented city where people don't dream and chill all day but go about their business. You can see it's first a business place, and then a touristy place. Nonetheless, cultural life is an important aspect in the city, with a lot of exhibitions, festivals and free concerts organized by the municipality.

My room mate said very accurately that you can't be overdressed in Milan - indeed you don't have to go into the streets with Versace and Dolce&Gabbana stores to see people wearing high-quality suits. I'm about to use my second hand counting the Lamborghinis I've seen, let alone Porsche and Jaguar which seem to be the "Volkswagens" of the Milanese.

Yet, if you know where to go, you can live at a pretty low cost in Milan. In the north-eastern district in which I live, Chinese wholesalers have their shops one next to the other. They've got everything you need, from blowdryers at 7 EUR to black leather shoes at 15 EUR. Food would be very expensive in Milan if it was not for the university restaurant card. Don't ask me how they do this. But when you walk into a café sporting the "Accor"-Ticket Logo, they serve you whatever you want and you pay around three Euros for a meal that would cost 18 Euros in real life. As I said, don't ask me where they get the money to subsidize all that....

University life is also pretty cool. My faculty looks like a castle; a big square building with a large courtyard and a lot of historic adornment. Student life seems to be very centered around the faculties; every faculty has their own library, so that there is no need for a common one. If students want to hang out, they sit in the courtyard of the faculty. I would imagine that there is not so much contact between students of the different faculties, but of course I only just got here.

More updates follow soon,
André



Deutsch

Einige Tage Uni-Leben in Mailand sind vergangen und ich finde, dass es eine tolle Studentenstadt ist. Zum ersten Mal im Leben fahre ich mit der Metro zur Uni und es fühlt sich so an wie die Fahrt zur Arbeit in der Pariser Zeit. Viele Aspekte erinnern sehr an Paris. Menschen, die morgens in der Metro stehen und die gleichnamige Zeitung "Metro" lesen. Menschen die hastig über die rote Ampel laufen, internationale Läden wohin man schaut und auch die Bettlerszene erinnert sehr an Paris. Trotzdem würde ich Mailand eher mit Brüssel vergleichen. Beides sind Wirtschaftsmetropolen in denen der Tourismus nur an zweiter Stelle kommt. Hier wird nicht geträumt und ausgeruht wie in Paris, sondern in den vielen nationalen und internationalen Unternehmen richtig geklotzt. Dennoch legt Mailand wert auf die Kultur und es gibt viele Ausstellungen, Festivals und freie Konzerte, die von der Kommune organisiert werden.

Mein Zimmergenosse hat sehr treffend bemerkt, dass man in Mailand nicht zu gut angezogen sein kann. Man muss nicht in die Prachtstraßen mit den Versace und Dolce&Gabbana-Läden gehen um Menschen mit teuren Anzügen zu sehen. Mittlerweile zähle ich Lamborghinis schon an der zweiten Hand ab, von den vielen Porsches und Jaguars ganz zu schweigen. Die scheinen in Mailand eher den Rang eines Volkswagens zu haben.

 

Trotzdem kann man auch in Mailand recht günstig leben, wenn man die richtigen Orte findet. Im Nordosten der Stadt in dem ich wohne gibt es viele chinesische Händler, bei denen man von Haartrocknern für 7 Euro bis zu schwarzen Lederschuhen für 15 Euro alles bekommen kann. Das Essen wäre in Mailand teuer, wenn die Uni uns keine Restaurant-Karte gegeben hätte. Damit reduziert sich in allen Restaurants mit einem "Accor"-Logo der Menüpreis von 18 Euro auf lächerliche 2,80 Euro. Wo die Gelder herkommen, mit denen die mehr als 60.000 Studenten unserer Uni täglich durchgefüttert werden, möchte man wahrscheinlich lieber nicht wissen...

Das Uni-Leben ist ansonsten sehr angenehm. Meine Fakultät sieht aus wie ein Schloss; ein großes rechteckiges Gebäude mit einem riesigen Innenhof, in dem die Studenten sitzen und die Sonne genießen. Eine eigene Bibliothek und ein eigenes Café bedeuten, dass man die Fakultät eigentlich nie verlassen muss. Ich vermute deshalb auch, dass es recht wenige Kontakte zwischen Studenten verschiedener Fakultäten gibt, denn auch räumlich liegen sie ein Stück auseinander. Aber natürlich bin ich gerade erst angekommen und es gibt noch viele Dinge, die ich lernen muss und möchte.

Auf dieser Seite gibt es bald wieder mehr,
André

Veröffentlicht in Milan

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